Winterkirchel

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Das Winterkirchel „Maria Himmelspforte“
Das heutige Winterkirchel wurde von Juni 1948 bis August 1949 auf dem Bergsattel zwischen Erfweiler und Hauenstein an der Stelle errichtet, wo schon früher eine alte Marienwallfahrtskapelle stand, die 1789 zerstört wurde.
Während der beiden Weltkriege gelobten Soldaten aus Erfweiler, dass sie nach glücklicher Heimkehr aus dem Kriege, die Kapelle auf dem Winterberg wieder aufbauen.
Mit Unterstützung aller Einwohner aus Erfweiler und der finanziellen Hilfe aus den Nachbargemeinden, vor allem aus Hauenstein, löste der damalige Pfarrer Eugen Barudio nach dem zweiten Weltkrieg dieses Gelöbnis ein.
In der Bauzeit gingen täglich etwas 250 Frauen und Männer aus Erfweiler über den Winterberg nach Hauenstein zur Arbeit. Auf dem morgendlichen Weg in die Schuhfabrik trugen sie die nötigen Backsteine und Ziegeln für den Bau den Berg hinauf.
Nachdem am 14. August 1949 der Bau vollendet wurde, konnte an diesem Tag vom Speyerer Bischof Dr. Joseph Wendel das Winterkirchel benediziert werden. Rund 5000 Wallfahrer hatten sich zu dieser Feier auf dem Winterberg versammelt.

Seit der Weihe 1949 findet an jedem 13. eines Monats eine Prozession vom Ortsausgang von Erfweiler zum Winterkirchel statt. Auf dem Weg zum Kirchel wird immer der Rosenkranz gebetet. Daher stammt die Idee am Weg Bilder der Rosenkranzgeheimnisse aufzustellen. Seit 1955 säumen die ersten fünf Bilder des freudenreichen Rosenkranzes den Wallfahrtsweg. Seit dem 15. August 1984 sind die Rosenkranzbilder vollständig. Der Künstler Heinz Siebert schuf die noch fehlenden Sandsteinreliefs des schmerzenreichen und glorreichen Rosenkranzes.
Noch heute gehen viele gläubige Menschen aus Erfweiler immer wieder den Weg hinauf zum Winterkirchel, um inne zu halten, zu beten und Kraft zu finden.
Alljährlich wird am 1. Mai mit einer Eucharistiefeier der Marienmonat Mai eröffnet. Das Hochfest „Maria Himmelfahrt“ am 15. August ist der große Wallfahrtstag zum Winterkirchel.

BILD
Außenansicht des Winterkirchels mit dem Posaunen blasenden Engel, den Pfarrer Barudio aus dem Stahlblech eines alten Wehrmachtsautos fertigte und dessen Gold ein ehemaliger Dahner stiftete.