Home Heiliger Petrus  · 

Die Katholische Pfarrei Heiliger Petrus im Dahner Felsenland

Gedanken zum Advent
Wir sind in den Advent getreten und bereiten uns als Christen auf das Weihnachtsfest vor. Ganz unterschiedlich gehen wir dabei zu Werke. Manche indem sie vermehrt die Gottesdienste, auch die Werktags-Messen besuchen in denen wir die tröstlichen und hoffnungsvollen Lieder und Texte singen und hören. Andere lieben es, sich am frühen Morgen oder am Abend vor den Adventskranz zu setzen, in das Licht zu schauen, einen besinnlichen Text zu lesen und zu beten.
Manche nehmen auch gerne an Früh- oder Spätschichten teil. Für einige gehört neben der Buß-Andacht auch die Beichte zur intensiven Vorbereitung, um dem Herrn im Herzen den Weg zu bereiten. Wieder andere bereiten sich durch den Besuch von Konzerten und Aufführungen vor. Ich liebe in dieser Zeit vermehrt die Stille. Ich sitze gerne einfach da und höre … und je leiser es ist, je glücklicher kann ich dabei sein. Denn Gott, so sagt Rilke, „sei der leiseste von allen“ und im Buch der Weisheit lesen wir: „Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel.“ Bezogen wird dieses Wort in der Liturgie auf die Geburt des Logos, des Wortes Gottes im Fleisch der Menschwerdung Jesu. Vielleicht um dieses Wortes willen lausche ich im Advent gerne auf die Stille, als wollte ich hören, wie Gottes Wort vom Himmel springt. Alles was laut, geschweige aufdringlich ist, meide ich bewusst. Alles, was in die (hörbare) Stille führt, suche ich. Andere Menschen treibt es hinaus. Sie lieben den Rummel beim Glühweinstand, sie laufen durch die Straßen, suchen Plausch und Begegnung. Können nicht genug bekommen von dem reichhaltigen Angebot dieser Wochen. Viele tun sich auch schwer, gerade in der dunklen Zeit „bei sich zu wohnen“. Wir sind unterschiedlich als Menschen, auch als Christen. Und doch darf jeder sein. Jeder darf Gott auf seine Weise suchen. Die einfachen Hirten kamen genauso zur Krippe wie die weisen Magier. Und so lade ich wieder ein, sich auf den Weg zu machen nach Betlehem, hin zum Stall der Armut wo der Heiland aller Menschen geboren wurde.
Wir gehen nicht allein, mit uns gehen viele. Und viele sind auch in diesen Zeiten unterwegs. Sie gehen nicht zum Stall. Sie kommen vielfach aus dem „Stall“, aus der Armut, aus zerbombten und vernichteten Städten, kommen als Christen aus der Verfolgung, wie auch als Muslime, verfolgt durch fanatische Glaubensgenossen. Sie kommen, um bei uns sicher zu sein, aber auch einfach, um zu überleben und Zukunft zu haben. Sie erinnern mich an Maria und Josef, die mit ihrem Kind nach Ägypten flohen. Die sicher dankbar dafür waren, nicht als Scheinasylanten aus einem sogenannten „sicheren Staat“ abgewiesen zu werden an der Grenze, die mit Stacheldraht oder von einer hohen Mauer umgeben ist wie heute die Stadt Davids, die Geburtsstadt Jesu - Betlehem. Der Advent und Weihnachten kann unsere Gedanken und Herzen vor der Not dieser Menschen nicht verschließen. Ich denke, das tun wir auch nicht. Schauen wir nur was in unserer Pfarrei viele Menschen schon an Gutem getan haben und tun.
Gehen wir unseren Weg als Schwestern und Brüder des Gotteskindes, gehen wir ihn zuversichtlich weil ER mitgeht auch in das noch unbekannte ANNO DOMINI MMXVII, gehen wir getrost und voller Hoffnung in Glaube und Liebe.
Das Pastoralteam mit den Sekretärinnen und den priesterlichen Pensionären wünschen eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr.
Ihr und Euer Bruder Bernd Schmitt

Aktuelles:

Marientragen im Advent

Marientragen im Advent - Flyer

















Marktgespräche






KJG Dahner Felsenland

 

Sommerfreizeit 2017 der KjG Dahner Felsenland
für alle Kinder und Jugendlichen ab 9 Jahren
vom 05. - 11.08.2017 in der Freizeit- und Bildungsstätte Allertshofen (64397 Modautal)

Anmeldung zur Sommerfreizeit 2017